Sonja von Opel: Gesundheit, Motivation und Training.

Als Online-Coach bekommt man seine Athleten eher selten zu Gesicht und so habe ich mich besonders gefreut, als meine Top-Athletin Andrea Diethers mich im Namen der SUTOR BANK für einen Abend nach Hamburg eingeladen hat, um den Läufern von alsterrunning.de meine Trainingsphilosophie zu vermitteln. So konnte ich nicht nur Andreas Topform in Augenschein nehmen, ich durfte auch die Bekanntschaft von 25 interessierten und vor allem ambitionierten Läuferinnen und Läufern machen, die regelmäßig ihre Runden rund um die Alster drehen.

Ich selbst heiße Sonja von Opel und bin seit 12 Jahren mit Leib und Seele Läuferin. Angefangen habe ich mit dem Marathonlaufen beim München Marathon 2003 in einer für mich damals tollen Zeit von 3.58h und dank jahrelanger und systematischer Trainingsplanung von Martin Grüning, der seit letzter Woche übrigens mein Ehemann ist, habe ich mich bis auf eine Zeit von 2.52h vorgearbeitet, die ich 2012 beim Frankfurt Marathon lief. Vor allem aber habe ich das Laufen zu meinem Beruf machen dürfen, coache über 100 Athleten online und ich schreibe Laufbücher. Da kann man sich vorstellen, dass es mir relativ leicht fällt, 90 Minuten lang über mein Lieblingsthema zu sprechen. Los ging es mit einer kleinen Motivationsspritze, warum wir eigentlich laufen (Folie 1):

Laufen ist der effektivste Sport, weil das Herz-Kreislauf-System bei jedem Schritt ganzheitlich belastet wird. Die gesundheitlichen Vorteile liegen auf der Hand, und wer nicht gerade von 0 auf 100 durchstartet, kann sogar Sehnen, Bänder und Gelenken mit dem Laufsport langfristig etwas Gutes tun.

Um sich den richtigen Plan im Netz oder in der Literatur raussuchen zu können, gilt es das eigene Leistungsvermögen richtig einzuschätzen. Die Pete-Riegel-Formel kann dabei verlässlich helfen.

Wer weiß, wo er steht, wo er hin will und die fünf Trainingsprinzipien berücksichtigt, kann sich im Grunde problemlos selbst seinen Trainingsplan zusammenstellen.

Ganz wichtig ist aber, dass auch bei Training der Spaß nicht zu kurz kommt. Obwohl der Erfolg natürlich im Detail liegt, sollte niemand vergessen, dass er für sich und seine eigene Gesundheit den Laufsport betreibt. Das große Ziel darf doch für jeden Läufer am Ende heißen: Glücklicher Lebensläufer!

Nichts desto trotz ist Leistungssteigerung nicht verboten. Neben hartem Intervalltraining, das einmal pro Woche auf dem Programm stehen sollte, und längeren Läufen, die immer wieder an den Rand der Komfortzone führen dürfen, kann der richtige Umgang mit der Ernährung die Laufleistung optimieren. Mein Konzept nennt sich SLOT FOOD und steht für zwei, maximal drei Mahlzeiten pro Tag mit langen Pausen dazwischen, um den Blutzuckerspiegel regelmäßig auf einem niedrigen Niveau zu halten. So lernt der Körper, seine Reserven zur Energiebereitstellung zu nutzen, was gerade uns Langstreckenläufern zu Gute kommt. Wer dreimal täglich isst, verhungert nicht, kurbelt aber durch die Pausen seinen Fettstoffwechsel an.

Last but not least lege ich allen Läufern ans Herz, jeden seiner Dauerläufe mit einem kurzen Kraft- und Dehnprogramm zu schließen. Ich nenne es Quick-Kraft! Kern des Programms ist der Liegestütz, der sich mit Bauch- und Rückenübungen abwechselt. Dazwischen wird die Oberschenkelrückseite gedehnt und nach sechs Minuten ist der sportliche Spuk vorbei und der Körper rundum gestählt.

Vielen Dank, dass ich Euch einen Besuch abstatten durfte. Beim nächsten Mal bringe ich Laufsachen mit, Hamburg stellt den Regen ab und wir rennen gemeinsam um die Alster. Ich freu mich drauf!

Eure Sonja

Andrea Diethers, 13.07.2015
Laufkoch
Sonja, noch Mals 💚 danke für deinen Vortrag 🙋. Der war sehr inpirierend, authentisch und gespickt mit wertvollen Informationen. 👣 auf eine gemeinsame Runde um die Alster, würde ich mich mit dir s e h r freuen! HGruß Detlef
Dienstag, 21. Juli
Zum Kommentieren bitte einloggen.